Der Hildesheimer Heimat- und Geschichtsverein e. V. wurde 1981 gegründet. Er ist Folgeverein des bereits 1932 gegründeten Hildesheimer Heimatbundes, einer Ortsgruppe des Niedersächsischen Heimatbundes. Der Verein hat sich das Ziel gesetzt, Geschichte, Kultur und Heimatpflege im Raum Hildesheim zu fördern.
Die Vorträge im Riedelsaal finden in Kooperation mit der Volkshochschule Hildesheim statt. Zur besseren Planung möchten wir Sie bitten, sich nur für die Führungen (28. Mai, 25. Juni, 27. August) und die Adventsfeier am 3. Dezember vorab anzumelden. Sie erreichen die Kolleginnen bei der VHS unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 05121 9361-112 bzw. 05121 9361-113.
Aktuelle Termine
Gedenkbuchpräsentation
Veranstaltungsort: Sitzungssaal Gustav Struckmann des Rathauses, Markt 1
Das von Dr. Hartmut Häger unter Mitwirkung von Sabine Brand, Ann-Kathrin Möhle und Peter Thon (†) verfasste und von unserem Verein geförderte Gedenkbuch erinnert an die Jüdinnen und Juden, die in der Zeit von 1933 bis 1945 in Hildesheim verfolgt wurden. Der Band kostet 45,00 €, Mitglieder können ihn während der regulären Öffnungszeiten des Stadtarchivs im Lesesaal zum Sonderpreis von 39,00 € erwerben.
Weltgästeführertag
Kunst und Magie, Geschichte und Gegenwart gibt es bei den kostenfreien Stadtführungen zum Weltgästeführertag zu entdecken. Dafür bietet die Stadtführergilde drei Touren an, die jeweils etwa 90 Minuten dauern. Den Auftakt macht um 11 Uhr die Führung „Kunst im öffentlichen Raum“. Auf einem Rundgang durch die Innenstadt mit Regine Göpel entdecken die Teilnehmenden Werke Hildesheimer Künstlerinnen und Künstler: eine tierische Jazzband, ein Panoramabild mitten in der Stadt, einen steinernen Baum und weitere Überraschungen. Treffpunkt ist vor der Tourist-Information.
Um 13 Uhr folgt der Stadtspaziergang „Tatzen. Fratzen. Drachentöter – Hingucker für Unerschrockene“ mit Claudia Mai. Steinerne Wächter, Fabelwesen und wildes Getier lauern an Fassaden und Straßenecken. Treffpunkt ist an den Rathausarkaden nahe der Tourist-Information.
Bei der Führung „Mittelalter ade! Und jetzt? – Mit offenen Augen durch das Hildesheim der frühen Neuzeit!“ nimmt Karin Frank-Gerstung die Gruppe ab 15 Uhr mit ins 16. Jahrhundert, zu reichen Händlern, einflussreichen Handwerkerfamilien und einer unerschrockenen Äbtissin. Treffpunkt ist ebenfalls an den Rathausarkaden.
Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos, aber die Plätze sind begrenzt. Deshalb ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Tickets können unter www.hildesheim-tourismus.de/tickets online gebucht werden.
Die Hildesheimer Kostümführer laden um 14 Uhr zum Rundgang unter dem Motto „Mit offenen Augen durch Hildesheim – Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah …“. Die ehemalige Magd Frida aus Heinde und die Hildesheimer Wappenfrau lenken den Blick auf Details, die im Alltag leicht übersehen werden. Die Kostümführung beginnt vor der Michaeliskirche und endet gegen 16 Uhr an der Andreaskirche. Die Teilnahme ist kostenfrei; im Anschluss bitten die Kostümführer um eine Spende für die Anschaffung einer Orgel für die Taufkapelle der St.-Andreaskirche. Auch für diese Führung ist die Anmeldung unter www.hildesheim-tourismus.de/tickets erforderlich.
Dr. Christoph Bruns, Gymnasium Mariano-Josephinum Hildesheim
Vortrag „Pietas ac Litterae“ – das Hildesheimer Jesuitenkolleg 1595 – 1773“
Für die Diözese und das Hochstift Hildesheim bedeutete die Reformation eine enorme religiöse und politische Herausforderung. Vor diesem Hintergrund erneuerten Jesuiten seit 1595 die mittelalterliche Domschule im Zeichen eines christlichen Humanismus katholischer Prägung. Bis heute sind die Bibliothek und das Archiv ihres Hildesheimer Kollegs nahezu vollständig erhalten – ein seltener Glücksfall der historischen Überlieferung. Auf dieser Quellenbasis stellt der Vortrag exemplarisch den Zusammenhang von Theologie, Spiritualität und Pädagogik dar, wie er für das Bildungsapostolat der Jesuiten bis zur Ordensaufhebung 1773 typisch war.


